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Gelungener Auftritt im Hotel Residence Klosterpforte in Harsewinkel

In der „Neue Westfälische“ Zeitung erschien folgender Artikel:
21.11.2013
Marienfeld
Aufruhr im Kloster
„Das Geheimnis der bärtigen Nonne“ bei Kriminalbankett in der „Alten Abtei“
VON ROBERT BECKER
Herausragend | FOTO: ROBERT BECKER
Marienfeld. Vom Kriminalbankett des vierköpfigen Ensembles „Kurtzweyl“ aus dem Bergischen ließen sich die Besucher im Marienfelder Kloster verzaubern. Rund 50 Gäste dinierten dazu in der „Alten Abtei“.

Parallel mussten sie den „Mörder“ von Schwester Ignata ausfindig machen: Hat die Äbtissin, Monsignore Ansgar, Bischof Ernst oder gar der Klosterdepp die „Bluttat“ verrichtet? Das „Spektakulum“ ereignet sich im Jahre 1590 im vornehmen Damenstift St. Wilgefort. Die „Alte Abtei“ der Klosterpforte bildet den idealen Ort, dieses Schauspiel namens „Das Geheimnis der bärtigen Nonne“ nachzustellen.

Der Novembernebel stimmt die Gäste schon auf dem Weg dorthin auf etwas Gruseliges ein. Mit Spannung, Witz und Livemusik wird die Legende zelebriert. Die Geschichte, die in vier Akten durch acht Charaktere mit einem Drei-Gänge-Menü zum Preis von 69 Euro arrangiert wurde, ist schnell erzählt: Zum Patronatsfest werden die Reliquien der bärtigen Nonne, der „Heiligen Kümmernis“, erwartet. Die Freude wird getrübt durch das Erscheinen eines päpstlichen Gesandten, der die Einhaltung der Ordensregeln – Armut, Keuschheit, Gehorsam – überprüfen will. Bald zeigt sich, dass der Schleier nicht nur Bärte verdeckt, sondern auch manche Untugend. Habgier, Intriganz und enttäuschte Liebe führen schließlich zum Verbrechen. Unter dem frommen Habit der Tugend grassieren Habgier, Neid und Niedertracht.

Herausragend sticht unter den vier Darstellern (in acht Rollen) die 32-jährige Melanie Raabe hervor. Die Kölnerin hat vor einem Jahr ihren ersten Roman „Die Hässlichen“ aufgelegt. 2011 gewann sie mit der Kurzgeschichte „Die Zahnfee“ den Deutschen Kurzkrimipreis. Auch das war eine „Tatort-Eifel-Anthologie“, auch hier ging es um Bluttaten.

Das „Geheimnis der bärtigen Nonne“ ist übrigens ein ganz neues Stück. Es wurde an einem Freitag, den 13. (September) uraufgeführt. Marienfeld war nun die vierte Station von Melanie Raabe, Sonia Kilian, Georg Peters und Jörn Wollenweber. Auch die nächsten Termine sind in altehrwürdigen Gemäuern angesetzt, in „Holsteins Mühle“ in Nümbrecht und in „Burg Schnellenberg“ in Attendorn. Ein weiterer Auftritt in Marienfeld ist auch am 22. März geplant.

Wer war nun also der Mörder? Der verliebte Bischof im Nonnengewand? Seine schöne Geliebte mit dunkler Vergangenheit? Die raffgierige Äbtissin? Der Spielmann mit seinen sonderbaren Vorlieben? Oder doch der blöde Knecht oder gar der sittenstrenge Visitator? Ehrensache: Wir dürfen es nicht verraten.

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